Eine Reise in die Zeit
1964 patentierte Aquastar die Lünette, die Tauchern das Leben rettete.
Tauchcomputer gab es noch nicht. Dekompressionstabellen steckten in laminierten Karten am Handgelenk oder waren in den Neoprenanzug eingenäht. Fehler wurden nicht von einer App korrigiert, sie endeten in der Dekompressionskrankheit.
Die Lösung war mechanisch: eine einseitig drehbare Lünette mit den tatsächlichen Dekompressionszeiten für wiederholte Tauchgänge. Beim Schweizer Patentamt als CH 436 140 von Aquastar S.A. aus Genf eingereicht, Erfinder Marc Jasinski. Drehen, zählen, auftauchen. Die Marine Nationale führte sie ein. Mayol trug sie auf seiner Benthos 500 jenseits der 100-Meter-Marke. Cousteau filmte mit ihr am Handgelenk.
Aquastar baut sie noch heute. An der Lünette hat sich nichts verändert.