Aquastar archival imagery

Eine Zeitreise

Die Geschichte von Aquastar.

1962

Das erste Patent

Am 30. Dezember 1959, drei Jahre vor der formellen Eintragung von „Aquastar S.A.", reicht die Vorgängerfirma JeanRichard S.A. aus Genf das Patent Nr. 351 225 ein: ein Armbandinstrument, das Uhr, Bathymeter, Kompass und Thermometer auf einer einzigen rechteckigen Platte vereint. Als Erfinder eingetragen: Frédéric Robert. Der konzeptionelle Urahn jedes am Handgelenk getragenen Tauchcomputers.

Am 13. Februar 1962 reicht die Manufaktur, beim eidgenössischen Patentamt nun als Aquastar S.A., ci-devant JeanRichard S.A., Genève eingetragen und von Robert geleitet, das Patent Nr. 1713/62 für eine im Gehäuse rotierende Innenlünette ein. Die eingetragenen Erfinder Jaques Ochsenbein und Raoul-H. Erard arbeiten in Roberts Genfer Werkstatt.

Es sind die ersten beiden von zehn Patenten, die Robert und sein Team zwischen 1959 und 1977 einreichen. Robert selbst ist auf vier davon als Erfinder genannt: das kombinierte Armbandinstrument von 1959, das Zifferblatt-Bathymeter von 1963, die Doppeldichtungs-Krone von 1965, die die 500-Meter-Benthos überhaupt erst möglich macht, und das verbesserte Bathymeter von 1966 für die Sättigungsprogramme von Cousteau und Comex. Die übrigen tragen die Handschrift der Ingenieure und Taucher, die Robert in die Werkstatt holt: Marc Jasinskis Dekompressionslünette (1964), das Patent, das die moderne Schweizer Taucheruhr definiert; Robert Bornes verbesserte Innenlünette (1968); Hannes Kellers Taucher-Rechenschieber (1973), Keller ist jener Schweizer Taucher, der 1962 als Erster 1 000 Fuß erreichte; Albert Piguets Regattatimer, aus dem die Regate hervorgeht (1974); und Ulf Tamms elektronischer Tiefenmesser (1974).

Eine Werkstatt. Ein Direktor. Zehn Erfindungen, eingereicht unter einem Firmennamen in einem Genfer Büro.

Alle zehn Patente ansehen →

Das erste Patent

Frédéric Robert in einer frühen Aquastar-Werbung mit fünf der Originalreferenzen. Robert ist auf vier der zehn Patente als Erfinder genannt: das Armbandinstrument von 1959, das Zifferblatt-Bathymeter von 1963, die wasserdichte Krone von 1965 und das verbesserte Bathymeter von 1966.

1970

Fünfhundert Meter

Kein Schweizer Hersteller hatte eine Taucheruhr ohne Monoblockgehäuse über 200 Meter gebracht. Das Monoblock war einfach, aber teuer und nicht wartbar. Robert wollte beides: wartbar und tief.

Die 1970 vorgestellte Benthos 500 trug einen verschraubten Boden mit einem neuartigen Dichtungsmuster. Sie war auf 500 Meter ausgelegt und auch dort geprüft. Das U.S. Navy Diving Manual nahm sie noch im selben Jahr in die Liste der freigegebenen Werkzeuge auf.

Es ist die Uhr in Jason Heatons Depth Charge. Es ist die Uhr am Handgelenk in den Cousteau-Aufnahmen auf der Calypso. Und es ist die Uhr, an die die Benthos Heritage II 2025 wieder anknüpft.

Fünfhundert Meter

Aquastar-Printanzeige mit der Benthos 500 (Ref. 1902) neben Seatime und Régate, vertrieben von Genf aus.

1984

Quarz, und eine leise Kehrtwende

Die Quarzkrise trifft Genf so hart wie den Rest der Schweiz. Die mechanische Taucherlinie wird heruntergefahren, geschlossen wird die Manufaktur aber nicht. Sie wendet sich einer Nische zu, die die Branche gerade aufgibt: Regattatimern für den Segelsport.

Die 1984 vorgestellte und über mehrere Generationen verfeinerte Regatta 2000 wird zum stillen Spezialistenwerkzeug, dieselbe Art Ein-Zweck-Instrument wie zwanzig Jahre zuvor die Deepstar, nur eben digital. Sie entsteht in derselben Genfer Werkstatt, gefertigt von denselben Händen, sechsunddreißig Jahre lang.

Die Tauchlünette bleibt im Regal. Deepstar und Benthos verschwinden nicht, sie leben in Sammlungen weiter, auf Werkstattbänken und am Handgelenk derer, die sie einst gekauft hatten. Der Vintage-Markt entdeckt sie Anfang der 2010er-Jahre neu. Der Name bleibt erhalten.

Quarz, und eine leise Kehrtwende

Vintage-Anzeige für die Aquastar Regate, die Regattatimer-Linie, die der digitalen Regatta 2000 vorausging.

2020

Die Rückkehr der Mechanik

Nach sechsunddreißig Jahren kehrt Aquastar zur mechanischen Taucheruhr zurück. Die Genfer Regatta-Linie endet, die Produktion zieht nach Biel, und mit der Deepstar 2020 erscheint ein originalgetreuer 39-mm-Schaltrad-Chronograph mit einem Werk, das La Joux-Perret eigens als Hommage an die Valjoux 23 fertigt. Die erste mechanische Aquastar seit 1984. Limitiert auf 1 200 Stück in vier Zifferblattfarben.

Die Lünette ist dieselbe, die Aquastar 1964 patentieren ließ (CH 436 140), erfunden von Marc Jasinski unter Roberts Leitung in der Genfer Werkstatt. Das Patent ist längst erloschen; die Geometrie wurde aus den Archivzeichnungen übernommen.

Die Deepstar 2020 ist innerhalb von fünf Monaten ausverkauft. 2022 folgt die Deepstar II, 2024 die Benthos H1; 2026 schließt die Deepstar III mit ihrem handaufgezogenen Schaltrad-Werk den Kreis dessen, was Robert begonnen hat.

Die Rückkehr der Mechanik

Zwei Deepstar-Chronographen, die moderne 39 mm und die Deepstar II, beide mit derselben patentierten No-decompression-Lünette (CH 436 140, Marc Jasinski 1964), die schon auf der Original-Referenz von 1962 sass.

Die Geschichte geht weiter

Entdecken Sie die fünf Modelle, die das heutige Aquastar ausmachen.

Die Kollektion

Vorgestellt in